Segeln ist der weiße Sport. Für manch einen sieht segeln tatsächlich nicht nach Sport, sondern nach angenehmer Freizeitgestaltung aus. Selbst Fahrtensegler haben ausreichend Bewegung an Bord. Will man erfolgreich an Regatten teilnehmen, braucht man jedoch mehr als nur seglerisches Geschick - man muss auch top fit sein. Neben guter Kondition und Beweglichkeit sollte man auch ausreichend Kraft haben, z.B. um auch Segel zu bergen oder Gennaker bzw. Spinnaker bei viel Wind setzen zu können. Auch das Bedienen der Segel bzw. das Dicht nehmen von Schoten erfordert unter Umständen viel Kraft, in jedem Fall jedoch Ausdauer. Wer schon einmal bei einer Regatta mitgesegelt ist, weiß, wie wichtig gute Bauch- und Rückenmuskulatur ist. Für optimale Gewichtverteilung musst die Crew auf der Kante hängen, die Oberkörper müssen über lange Zeit aus dem Schiff herausragen.
Je kleiner und leichter die Regatta Yachten bzw. Boote werden, um so mehr Körpereinsatz und Fitness ist gefragt. Bei kleinen Racern wie z.B. der Nautica 450 rast man nur weniger Zentimeter über der Wasseroberfläche entlang. Jede Bewegung und jeder Griff muss hier sitzen, ansonsten endet der Ritt nicht selten Kopfüber im Wasser.
Professionelle Regatta Crews ernähren sich gesund und bewusst vor den Regatten. Dazu gehören natürlich auch Kohlenhydrate und viele Proteine. Wenn jemand einmal einen Amerikas Cup im Fernsehen oder sogar live mitverfolgt hat, sind ihm sicher die Grinder aufgefallen. Die Aufgabe von Grindern ist es, Gennaker oder Spinnaker zu zweit über ein Kurbelsystem in möglichst kurzer Zeit zu setzen. Grinder sind echte Kraftprotze und Top fit. An so einem Regatta Tag isst ein Grinder schon einmal 10 halbe Hühnchen, um seinen Proteinbedarf zu decken.